d | e






Porte Jeune
Neustrukturierung des Viertels Porte Jeune
Mulhouse, Frankreich 2003
Geladener Wettbewerb, 2. Preis
BGF: 19.000 m2
DER GEBROCHENE SPIEGEL

Im Zentrum von Mulhouse wurde in den 70er Jahren ein „grand ensemble“ um den ca. 80 x 80 m großen „Place de l’Europe“ errichtet. Das Ensemble besteht aus mehreren Platten (Wohnen) und einem 135 m hohen Hochhaus mit Panoramarestaurant.

Durch eine Überlagerung des Place de l’Europe mit dem Gewebe der – „Vieille Ville“ - verschwindet die Rigidität der Geometrie des alten Platzes. Indem die verlorenen Enden des städtischen Gewebes aufgenommen werden, macht diese Überlagerung den durchgängigen Fluss der Fußgängerverbindungen sichtbar.

Die Volumen des „Centre Commercial“ entwickeln sich zwischen den Zirkulationslinien. Die Anlage lässt das Einkaufszentrum als Addition mehrerer Volumen erscheinen, und die Mall als überdeckte Straße zwischen Gebäuden. Die neuen Volumen erzeugen einen präzisen Rahmen für das Hochhaus. Die gesamte Geometrie scheint aus den Splittern der aufgebrochen Platte entstanden zu sein.

Aus der landschaftlichen Qualität des Projektes entsteht die neue Identität der „Porte Jeune“, die sowohl an das „grand ensemble“ als auch an die alte Stadt anschließt. Das neue Projekt greift von beiden Seiten Elemente auf. Diese Unabhängigkeit erlaubt es, vorhandene Qualitäten auf beiden Seiten zu nutzen und zu verstärken. Daraus bildet das Projekt eine Klammer zwischen den heute in unversöhnlichem Kontrast erstarrten Elementen der Stadt Mulhouse.