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Zentralbibliothek am Domplatz
Zentralbibliothek mit Museum für Archäologie, Bürgerforum und Wohnungen
Hamburg, Deutschland 2005
Geladener Wettbewerb
BGF: 28.300 m2
Um dem Gründungsort der Stadt Hamburg Rechnung zu tragen, fußt die Idee des Entwurfes auf der Vorstellung einer universellen Stadt um eine zentrale Wegekreuzung mit den ihr zugeordneten vier „Quartieren“.

Die grundsätzliche Gliederung der Nutzungen innerhalb des Komplexes strebt nach durchgehenden vertikalen Trennungen der drei Hauptfunktionen, ohne horizontale Überlagerungen. Dies führt zu folgender Zuordnung der „Quartiere“ innerhalb des Blockes: Im Nordosten das Bürgerschaftsforum, im Südosten ein Wohnhaus und im Süd-, Nordwesten die Zentralbibliothek mit dem Museum für Archäologie.

Der Haupteingang zur Bibliothek ist markiert durch eine tiefe Einbuchtung der Fassade an der Nordseite. Um das Bibliotheksfoyer sind Café, Zeitungslesesaal und Jugendmedienzentrum gruppiert. Von hier sind auch das Jugendinformationszentrum und der Ausstellungsbereich der Archäologie erreichbar. Eine weite Brücke führt in die große Halle, die das Zentrum der Bibliothek bildet. Die Bürgerschaft besetzt das nordöstliche Quartier. Während die Obergeschoße reine Büronutzung aufweisen, sind die großen Sitzungssäle unter die Eingangsebene geschoben. Die Bereiche können somit vollkommen getrennt betrieben werden.

Dem Bedarf nach ca. 5.200 m² Wohnraum wird in zwei Häusern mit je vier Wohnungen pro Etage entsprochen. Das Wohnquartier innerhalb der Domplatzbebauung nutzt die günstige Belichtung an der Süd-Ost-Ecke des Bauplatzes. Alle Wohnungen öffnen sich großzügig zu den vorgelagerten durchgehenden Balkonen und Loggien.

Die tiefen Einbuchtungen im gesamten Gebäudekomplex erzeugen, dem Beispiel der Natur folgend eine vergrößerte, dem Tageslicht zugewandte Oberfläche des Baukörpers. Dabei entstehen, im Unterschied zu Innenhöfen, zusätzliche Nutzflächen mit Sichtbezug zur Stadt. Diese dem Sonnenlicht folgende Morphologie wird durch die zurückweichende Dachlinie nochmals unterstrichen.