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vorarlberg museum
Bregenz, Österreich
Geladener Wettbewerb, Ankauf
BGF: 4.800 m²
Das neue Museum scheint über dem Bauplatz zu schweben. Dabei ergänzt der Neubau das Volumen des geschützten Bestandes wie ein Passstück. Durch die Anhebung um ein Geschoß und das gleichzeitige Abrücken vom Bestand entsteht ein Zwischenraum, der vom Eingang bis zur großen Seeterrasse kontinuierlich das Gebäude durchzieht. Dieses Raumkontinuum dient dem Museum als Erschließungs- und Orientierungsraum.

Zugleich entsteht durch die scharfe Trennung der Baukörper und den jeweils zugeordneten Funktionen ein deutlicher Kontrast. Das alte Amtshaus mit seinen gut belichteten Räumen eignet sich für vielfältige Nutzungen. Im Gegenzug enthält der Neubau ausschließlich Räume für Ausstellungs- und Veranstaltungszwecke. Die Putzfassade des schwebenden Volumens unterstreicht diesen Aspekt und wirkt zugleich verbindend zum Altbau.

Nur kleine Auswölbungen des Putzes unterbrechen die glatte Haut. Die Punkte bilden fragmentierte Verweise auf die vielfältigen Inhalte und Hintergründe der Vorarlberger Landesgeschichte und ihres Museums.

Der Geschlossenheit der Ausstellungsräume stehen das transparente Foyer und im Besonderen die Panoramasituation im mittleren Ausstellungsgeschoss gegenüber. Eingespannt zwischen der Auskragung der obersten Museumsebene und dem Dach des Altbaus öffnet sich die großzügige Terrasse zum Horizont.