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MUMUT Graz
Haus für Musik und Musiktheater
Graz, Österreich 1998
Offener Wettbewerb
BGF: 3.660 m2
HART + WEICH

An der Lichtenfelsgasse entwickelt sich ein ruhiger, massiver Block mit einem der Aufgabe entsprechenden minimalen Anteil von Öffnungen. Der Block - wie die darin enthaltenen Räume - ist introvertiert. Die innere Verbindung geschieht über einen vertikalen Einschnitt, der den Bauteil der Länge nach in Vorbereitung und Aufführung teilt.

Im Erdgeschoss wachsen das Gebäude und der Park zusammen. Darüber dringen Licht und Blicke nur örtlich durch die Wand. Die Foyerflächen dienen der TRANSITION, sie bilden räumlich einen Filter aus, der dem Block vorgelagert ist.

Zwischen dem harten Volumen der "Box" und der "dodekaphonischen" Fassade entwickelt sich ein reiches Spektrum an differenzierten Lichtstimmungen. Die schmalen Glasschlitze in der vorgestellten, 12-fach geknickten Holztafelwand folgen in ihrer Aufteilung einer 12-Ton Reihe mit ihren drei Abwandlungen. Die 12-fach geteilte Höhe der Wand entspricht dem auf eine Oktav beschränkten Tonraum. Die Verwendung des Prinzips der Zwölftonkomposition zur Gestaltung der Foyerfassade stellt eine Hommage an die geistige Disziplin dieser Art der Komposition dar.